Ein kleiner Ausflug in die Welt der 3-6-jährigen Kinder

Kinder in diesem Alter können ihre Erwachsene mitunter an den Rand des Wahnsinns treiben: Nicht selten verweigern sie schlicht, zu tun, was Erwachsene sagen, was diese wiederum nicht begreifen können.
Doch nicht nur Eltern,Erzieher und Lehrkräfte, auch Wissenschaftler sind bislang davon ausgegangen, dass Kinder auf die gleiche Weise denken wie Erwachsene…

Was ist in diesem Alter wichtig? Was geht in den Köpfen vor?
Was können Kinder im Kindergartenalter verstehen? Wo stehen sie emotional?
Was steckt hinter dem Trotzverhalten? Was hinter den unzähligen „Warum“-Fragen?

Wir betrachten miteinander die Entwicklungsstufen der Kinder und verstehen dadurch manche Verhaltensweisen besser.
So beginnt z.B. im Verlauf des dritten Lebensjahres die sogenannte „magische Phase“. Für Erwachsene ist sie nicht immer leicht zu durchschauen, jedoch hilfreich, wenn man sie kennt: Wolken regnen, weil sie traurig sind und der Ball liegt unter der Kommode, weil er schlafen will…

Im vierten Lebensjahr geben sich Kinder z.B. nicht mehr zufrieden mit dem, was offensichtlich und sichtbar ist: Mit ihren unermüdlichen Fragen „Warum, wieso, wie, woher, wo, wann?“ fragen sie nun verstärkt nach den Hintergründen „ihrer Welt“ und stellen Erwachsene immer wieder Geduldsproben.

Mit dem 5. Lebensjahr spielen sich umfassende Veränderungen im Bewusstsein der Kinder ab. Viele Experten sprechen von einem „Quantensprung“ der geistigen Entwicklung. Ich stelle Ihnen diesen u.a. am Beispiel der „Maxi-Geschichte“ (theory of mind von Wimmer und Perner) vor.
Wussten Sie, dass 5-jährige Kinder an die ersten Worte, die gesprochen wurden, die beste Erinnerung haben? Dies ist der sogenannte „Primary Effekt“. Erwachsene haben dagegen eine bessere Erinnerung an die letzten Worte (vergl. Dr. med. Bernd Fischer)- das ist sicherlich ein guter Tipp für den Schwimmunterricht.